Komplette Campingausrüstung für Einsteiger unter 300,00€

Komplette Campingausrüstung unter 250 EUR

Du möchtest auch einmal das Abenteuer einer Übernachtung auf einem Trekkingplatz oder Zeltplatz mitten in der Natur ausprobieren und fragst dich was Du alles als Ausrüstung benötigst? Dann ist dieser Ratgeber das richtige für Dich. Ich habe hier einmal eine komplette Grundausstattung für die Übernachtung auf einem Trekkingplatz zusammgestellt.

Mein Ziel war es dabei die Kosten so gering wie Möglich zu halten ohne dabei auf Funktionalität und Qualität zu verzichten. Sicherlich ginge es auch noch billiger, aber ich habe hier versucht einen gesunden Mittelweg zwischen Preis, Haltbarkeit, Funktion und Gewicht zu finden.

Die gesamte Ausrüstung ist als 3-Jahreszeiten-Ausrüstung ausgelegt, da ich einfach davon ausgehe, dass Du als Einsteiger nicht unbedingt im tiefsten Winter oder Hochgebirge deine ersten Erfahrungen machen möchtest 😉

Ich habe das gesamte Set so zusammengestellt, das Du es bei Amazon kaufen kannst. Du mußt also nicht in verschiedene Shops springen.

WAS BENÖTIGE ICH EIGENTLICH ALLES UM AUF EINEM TREKKINGPLATZ ZU ÜBERNACHTEN?

Grundsätzlich erst einmal, das was man auch auf einem Campingplatz mindestens bräuchte. Also ein Zelt, eine Isomatte, einen Schlafsack und einen Kocher und Kochgeschirr. Da Trekkingplätze nur zu Fuß zu erreichen sind benötigst Du zusätzlich einen Rucksack. Sofern Du ein Lagerfeuer machen willst, brauchst Du natürlich auch entsprechendes Werkzeug um das Feuerholz zu organisieren. Und ein Klappspaten ist extrem hilfreich, wenn der Zeltplatz keine Toilette hat.

Meiner Meinung nach gehört also folgendes zur absoluten Minimalausstattung die man dabei haben sollte, wenn man auf einem Trekkingplatz übernachten will:

ABSOLUT ERFORDERLICH
Sollte man dabei haben
Nützlich aber nicht Erforderlich

Hier empfehle ich Dir das 1-Personen Zelt von Bessport. Es ist geräumig, Du kannst darin vernünftig sitzen und es hat genug Platz um auch noch den Rucksack mit ins Zelt zu nehmen.
Mit einem Gewicht von unter 2kg ist es sogar für längere Touren geeignet. Im Gegensatz zu anderen Zelten in der Preisklasse hat es sogar eine Gestänge aus Aluminium. Der Preis liegt um die 60,00 EUR.

Als Schlafsack möchte ich euch den Mumienschlafsack von Bessport ans Herz legen. Mit einer Komfort-Temperaturgrenze bis -5 Grad ist er bis in den Spätherbst herein nutzbar. Der Schlafsack ist für Personen bis 190cm bequem passend. Wie auch beim Zelt von derselben Firma ist auch hier der Preis von rund 50,00 EUR für die gelieferte Qualität hervorragend. Das Packmaß ist zwar nicht das beste, aber das ist bei einem mit Kunstfasern gefüllten Schlafsack nicht anders machbar 

Auch wenn ich kein Freund von selbstaufblasenden Isomatten bin, empfehle ich für den Einstieg trotzdem eine. Es gibt einfach keine bessere Kombination aus Preis, Isolationsleistung und Bequemlichkeit. Alle anderen Lösungen wären entweder zu teuer, zu unbequem oder nur für den Sommer geeignet. Empfehlen möchte ich euch de KeenFlex Isomatte. Mit 4cm Dicke und einem Gewicht von unter 1,5kg stellt sie den optimalen Kompromiss dar. Einen R-Wert gibt der Hersteller zwar nicht an, aber vergleichbare Matten liegen so bei einem R-Wert von rund 3,5-4. Sie ist also sogar fast Wintertauglich. Der Preis liegt bei rund 38,00 EUR. 

Hier geht meine Empfehlung ganz klar an den AmazonBasics Wanderrucksack mit 55ltr. Für knappe 50,00 EUR bietet der Rucksack genug Platz für die Ausrüstung. Er hat ein verstellbares Tragesystem und sogar eine Regenhülle. Das einzige was bei dem Amazon Rucksack öfter bemängelt wird, ist das er sich von alleine verstellt. Da hilft aber ein Knoten im Spannriemen und gut ist. Übrigens, bei mir hat sich die Einstellung bisher noch nicht von alleine verstellt! 

Für den Preis findet man kaum einen anderen Rucksack in der Qualität und Ausstattung. Wenn Du wirklich nur kurze Touren planst und trainiert bist würde zur Not auch der gute alte Bundeswehr Rucksack (oder ein Nachbau) ausreichen. Durch das fehlende Tragesystem ist er aber wirklich nicht für längere Strecken zu empfehlen. Gebt da lieber die 20,00 EUR Aufpreis zum Amazon Rucksack aus.

Als Kochset reicht für eine Person das Trangia Mini-Kochset. Neben dem Spiritusbrenner beinhaltet es einen Topf mit 0,7 Litern Inhalt und eine kleine Pfanne, die man auch als Teller mißbrauchen kann. Für rund 30,00 EUR hat man so ein komplettes Set inklusive einem Kocher, das sehr leicht und stabil ist. Alternativ würde sich ein Hobo-Kochset anbieten. Hobos dürfen aber nicht überall verwendet werden, da es sich in Grunde um eine Mini-Lagerfeuer handelt. Mit dem Trangia bist Du auf der sicheren Seite. 

Und vergesst eine Tasse oder Becher für den Kaffee / Tee und Besteck nicht. Hier muß es nicht unbedingt spezielle Campingausrüstung sein. Die normale Tasse und das Alltagsbesteck reichen aus. Beim Besteck im Grunde sogar nur ein Löffel. Ich selber brauche weder Gabel noch Messer, wenn ich unterwegs bin.  

Das Messer ist wirklich einfach. Da empfehle ich euch das “Standard”-Outdoormesser, das 90% aller Bushcrafter benutzen. Das Mora Companion. Mit diesem Messer kannst Du schnitzen, Holz spalten und das Gemüse für das Abendessen schnippeln. Für unter 15,00 EUR gibt es keine vergleichbare Alternative. 

Tipp: Solltest Du mit dem Gedanken spielen auch gleich eine Säge mit in Ausrüstung zu packen, was wirklich Sinnvoll ist, wenn Du Brennholz klein machen willst, dann kannst Du auch das Laplander Set von Bahco nehmen. Für unter 25,00 EUR beinhaltet das Set eine Klappsäge, die wie das eben erwähnte Mora-Messer, fast als Standardsäge für Buschraft-Einsteiger gilt. Im Set ist auch ein Messer enthalten. Das Messer ist das oben erwähnte Mora, nur der Griff ist etwas anders. Die Klinge ist aber von Mora hergestellt und mit der vom Companion identisch. 

Erste Hilfe Set

Meistens denkt man nicht daran, aber Du solltest unbedingt ein Erste-Hilfe-Set dabei haben. Ganz schnell hat man sich mal geschnitten oder ist irgendwo in Dornen hängen geblieben, hat sich verbrannt…

Möglichkeiten sich zu verletzen gibt es in der Natur leider reichlich. Das Set muß nichts großartiges sein, aber zumindest Pflaster, Wundauflagen eine Mullbinde und etwas zum desinfizieren usw. sollten vorhanden sein. Ich selber habe ein kleines preiswertes Set für 10,00 EUR dabei. Das reicht und enthält alles was man benötigt, ausserdem lässt sich die Tasche dank Schlaufe sogar noch, jederzeit griffbereit, außen am Rucksack befestigen.

Der letzte und in meinen Augen unverzichtbare Ausrüstungsgegenstand ist eine Stirnlampe.

Warum? Ganz einfach! Nachts ist es im Wald dunkel wie in einem Bärenarsch 😉

Hier ist die Auswahl riesig und man kann eigentlich fast jedes Modell nehmen. Ich persönlich bevorzuge eine mit Akku, da ich die Lampe dann zur Not noch schnell, während der Fahrt, im Auto oder mit der Powerbank aufladen kann. 

Die Stirnlampe sollte auch eine Rotlichfunktion haben. Wenn man sich an die Dunkelheit gewöhnt hat, ist das rote Licht angenehmer besonders, wenn ihr noch Sterne gucken möchtet.

Damit hätten wir die absolute Grundausstattung zusammen.
Insgesamt bist Du hier bei einem Preis von rund 280,00 EUR. Wie gesagt könnte man den Preis auch noch um einiges drücken, aber dann würdest Du entweder die Haltbarkeit oder Nutzbarkeit einschränken. 

Klar, wenn Du nur vor hast im Sommer eine Nacht in der Natur zu verbringen, dann kannst Du an dem Schlafsack und der Isomatte noch ein wenig sparen. Aber ich könnte darauf wetten, das Du nach der ersten Nacht so angefixt bist, dass Du dieses Gefühl der Ruhe und Freiheit öfter erleben willst. Also lieber gleich die Ausrüstung so kaufen, das sie auch im Herbst oder Frühling funktioniert.

OPTIONALE AUSRÜSTUNG

Jetzt möchte ich euch noch kurz ein paar Empfehlungen zu Ausrüstungsgegenständen geben, die nicht zwingend Notwendig sind. Sie machen das Übernachten aber angenehmer und leichter. Diesen Abschnitt halte ich relativ kurz und beginne mit dem meiner Meinung nach sinnvollsten “Add-on” und dann geht es absteigend weiter. Die Säge habe ich ja schon weiter oben erwähnt, also lasse ich sie hier weg.

Ein Feuerstahl ist nicht unbedingt nötig, macht aber mehr als Sinn. Ein Feuerstahl funktioniert immer und wird praktisch nicht leer. Wenn das Feuerzeug streikt oder die Zündhölzer nass sind, bekommst Du mit einem Feuerstahl das Lagerfeuer, den Gasbrenner oder Spirituskocher immer noch an. Ein Feuerstahl hält etliche tausend Zündungen.
Achtet beim Kauf bitte auf eine vernünftige Größe. Feuerstähle gibt es von winzig klein bis XXL. Funktionieren tun alle, aber wenn der Stahl zu klein ist, dann wird die Bedienung ein wenig fummelig. Meiner Meinung nach sollte ein Feuerstahl ungefähr so groß wie ein Kugelschreiber sein.

Wenn die Notdurft drückt und der Trekkingplatz keine Toilette hat, dann kommt der Klappspaten zum Einsatz. Natürlich kann man damit auch eine Kuhle für ein Lagerfeuer ausheben u.v.m. Es geht definitiv auch ohne, aber so ein Klappspaten ist wirklich nützlich. Günstige Klappspaten bekommt man schon ab ca. 10-15 EUR. Diese reichen für den gelegentlichen Gebrauch mehr als aus. Wer allerdings plant öfter einmal  eine Feuergrube auszuheben, der sollte ein wenig mehr in das Werkzeug investieren. Mir selber sind schon zwei der günstigeren Modelle kaputt gegangen. Seitdem benutze ich einen Klappspaten von Fiskars. Der kostet zwar über 40,00 EUR ist aber auch entsprechend stabil (und leicht).

Wasserfilter

Viele Trekkingplätze haben eine Wasserpumpe oder liegen in der Nähe eines Baches. Das Wasser aus diesen Pumpen / Bächen ist aber in der Regel kein Trinkwasser. Eigentlich schade, denn man könnte sich damit ja das mitschleppen von Wasser sparen. 

Oft reicht zwar das abkochen (mind. 5 Minuten). Dabei verbraucht man aber relativ viel Brennstoff. 

Einfacher und sicherer geht es mit einem Wasserfilter. Damit kannst Du dir das Wasserschleppen sparen und bekommst trotzdem ungefährliches trinkbares Wasser. Hier sollte man aber wirklich keine Kompromisse eingehen und auf bewährte Markenprodukte setzten. Wenn man alleine unterwegs ist,  reicht z.B. ein kleiner Sawyer Mini. Der Filter kostet etwa 35,00 EUR und arbeitet absolut zuverlässig. 

Alternativ kann man auch Aufbereitungs-Tabletten verwenden. Die nehmen noch weniger Platz weg. Allerdings schmeckt das Wasser dann auch entsprechend nach Schwimmbad, da sie auf Chlor basieren..  

Paracord, die Multifunktionsschnur für Outdoorer. Man muß sie nicht zwingend dabei haben, aber ich möchte es Dir schwer ans Herz legen, ein paar Meter davon in den Rucksack zu packen.

Schnell ist mal ein Abspannseil des Zeltes weg oder kaputt. Du möchtest nasse Klamotten zum trocknen aufhängen oder einfach nur ein paar Äste zusammenbinden oder oder oder… 

3mm starkes Paracord reicht vollkommen aus, es sei denn Du willst noch nebenher ein bisschen Bergsteigen oder Fahrzeuge abschleppen 🙂 

Ein Kissen muß man nicht unbedingt mitschleppen. Zur Not kann man auch seine Kleidung als Kissen zweckentfremden oder den Rucksack nehmen. Für Seitenschläfer ist beides aber nicht so wirklich angenehm. Daher habe ich immer ein aufblasbares Kissen mit. Der Schlaf ist einfach entspannter und so ein Kissen kostet und wiegt fast nichts. Ich verwende das Kissen von Hikenature. Es ist bequem und man kann den Bezug abnehmen und waschen, was bei aufblasbaren Kissen eher selten der Fall ist.

Du kannst natürlich ein ein Cocktailkissen von zu Hause mitnehmen, wenn Du mit dem Packmaß keine Probleme bekommst.

Der letzte Gegenstand ist die Axt. Eine Axt braucht man eigentlich nicht wirklich, sie ist wie ein Kissen eher Luxus. Sie macht es nur einfacher stärkere Äste / Stämme in Brennholz zu verwandeln. Dazu reicht eine kleine Outdoor-Axt, wie z.B. die Mil-tec Axt für rund 15,00 EUR reichen mehr als aus.

Ich bevorzuge allerdings die Kombination aus Säge und einem stabilen Messer zum spalten. Die Kombi ist vom Gewicht her leichter, da ich das Messer sowieso dabei habe und auch flexibler.

Das war es jetzt auch mit meinem kleinen Ratgeber und Einkaufsführer. Ich hoffe das er Dir ein wenig helfen konnte oder Du zumindest das eine oder andere hilfreiche für Dich herausziehen konntest.
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